Bleiben oder gehen?

Herz oder Verstand?

Wissenschaft oder Wirtschaft?

Wirtschaft oder NGO?

NGO oder öffentlicher Dienst?

Martin oder Malik?

Kind oder Karriere?

Geld oder Sinn?

Die Liste könnte endlos weitergehen. Was ist dein Lieblingsdilemma? – Blöde Wortzusammensetzung, stimmt schon. Die Unfähigkeit, zu einer Entscheidung zu finden, hat schließlich etwas grundtief Unangenehmes, oft sogar Qualvolles. Deswegen passt dieses Thema auch so wunderbar zu unseren Monstern.

Egal, welches Entscheidungsproblem dich gerade umtreibt, eines haben sie alle gemeinsam. Sie haben die Tendenz, uns in eine Handlungsstarre zu führen. Diese Handlungsstarre gilt es zu durchbrechen, denn sie bedeutet nichts anderes, als dass du dich der Passivität hingibst.

Ich habe sage und schreibe zwei Jahre damit verbracht, mich nicht entscheiden zu können, ob ich lieber selbständig oder lieber angestellt sein möchte. Meine Erfahrungen in Angestelltenverhältnissen fand ich eher abschreckend. Dennoch dachte ich, dass es doch sogar für eine wie mich auch attraktive Festanstellungen geben müsste. Andererseits fand ich großen Gefallen am selbständigen, unternehmerischen Arbeiten. Gleichzeitig traute ich mir nicht zu, damit wirklich genug Geld verdienen zu können. Und so pingpongten meine Gedanken hin- und her, hin- und her.

Etwas Gutes ist dabei dann doch herausgekommen: Ich habe gelernt, wie wichtig und wohltuend es ist, aktive Entscheidungen zu treffen. Handeln statt grübeln heißt die Devise und mit diesen 5 großartigen Ansätzen möchte ich dir einen Eindruck davon geben, wie so ein Handeln aussehen könnte.

Designing your life

Die Idee ist folgende: Wir haben zu jedem Zeitpunkt in unserem Leben die Macht, unser Leben aktiv zu gestalten. (Ja, auch dann, wenn wenn wir überzeugt sind, dies sei nicht der Fall. Genau das ist ja das Gemeine an einem Dilemma.) Bill Burnett und Dave Evans geben dieser Idee einen praktischen Twist, der aus dem Design Thinking kommt: Statt Prototypen für Produkte zu designen und zu testen, zeigen sie, wie jede*r verschiedene mögliche (und attraktive!) Lebensverläufe designen und testen kann.

Diese Methode ist besonders geeignet für dich, wenn du dich von sehr vielem begeistern lässt und dir alle möglichen Varianten für eine erfüllende Zukunft vorstellen kannst und du dich genau wegen dieser Vielfalt an Möglichkeiten überfordert fühlst. Designing your life bedeutet von Anfang an in kleinen Schritten ausprobieren, wie die Zukunft aussehen und vor allem sich anfühlen könnte.

Wenn du diesen Ansatz spannend findest, schau dich mal auf dieser Seite um.

Ruth Chang: How to make hard choices

Philosophin Ruth Chang spricht in diesem sehr bekannten TED-Talk von ihrem eigenen Dilemma (Jura oder Philosophie?) und macht sich (und dich) dafür stark, schwierige Entscheidungen als eine Chance zu sehen, sein Leben aktiv zu leben. Raus aus der Passivität! Rein ins aktive Leben!

Höre dir diesen Talk an, wenn du Ermutigung und Inspiration für neue Sichtweisen suchst (oder einfach nur intelligente Unterhaltung). Vielleicht verändert das dein Leben. Deutsche Untertitel sind verfügbar.

Entscheidungsnavi

Eine Abteilung der HWTR Aachen, die sich „Entscheidungsforschung und Finanzdienstleistungen“ nennt, hat trotz obskurer Namensgebung ein sehr interessantes und praxisrelevantes Tool entwickelt: Der Entscheidungsnavi integriert alle wichtigen Erkenntnisse aus der Entscheidungstheorie (sowohl rationale Modellkonzepte als auch psychologische Faktoren) und besteht aus einer Desktop-App, für die du dir mehrere Stunden Zeit einräumen solltest, um den gesamten Entscheidungspfad zu durchlaufen. Das Ziel der Entwickler*innen ist, Anwender*innen in allen Phasen ihres Entscheidungsprozesses systematische und wissenschaftliche fundierte Unterstützung zu bieten. Ob es sich um eine berufliche Entscheidung, eine Entscheidung für eine politische Wahl oder eine Strategieentscheidung in einem Unternehmen handelt, so die Entwickler*innen, spiele dabei keine Rolle.

Die Frage, die mich umtreibt: Inwiefern werden Stimmungen und Gefühle in den Entscheidungsprozess integriert? Bzw.: Wie fühlt es sich an, mithilfe einer App eine Entscheidung zu treffen? Ich will das bald selbst ausprobieren. Du auch?

Die Innere Teamkonferenz

Du steckst in einem schwierigen Entscheidungsprozess. Der ist deshalb so schwierig, weil sich verschiedene Anteile in dir nicht einigen können. Sie streiten sich oder legen sich gegenseitig lahm. Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun hat daraus das Bild vom Inneren Team entwickelt. Das Ziel ist stets, die Teammitglieder, d.h. die widerstreitenden Anteile, zusammen an einen Tisch zu bringen. Dafür musst du, die Teamchefin, deine Mitglieder natürlich erst einmal (er-)kennen und auch ihre jeweiligen Wünsche und Ziele würdigen.

Einen ersten Eindruck, wie das funktionieren könnte, siehst du in diesem YouTube-Video mit Schulz von Thun. Am besten ist es natürlich, wenn du selbst damit arbeitest und es ausprobierst.

Selbstempathie und Gefühlsklärung mit Gewaltfreier Kommunikation

Eines der wirksamsten Werkzeuge, um Klarheit in das Gefühlschaos zu bringen, das immer mit schwierigen Entscheidungsprozessen einhergeht, ist die gewaltfreie Kommunikation. Die Idee dahinter: Wenn wir Klarheit in unsere Bedürfnisse bringen und uns selbst (und anderen) mit Mitgefühl begegnen, dann befinden wir uns im Fluss des Lebens, dann handeln wir im Sinne einer Bereicherung des Lebens. Das mag erst einmal vage und vielleicht sogar etwas esoterisch abgehoben klingen. Ist es aber nicht. Es geht im letzten Schritt darum, konkrete Lösungen zu finden, die nachhaltig und lebensbereichernd sind. Dieser Ansatz ist besonders für dich geeignet, wenn du dich nach emotionaler Klarheit und Selbstakzeptanz im Zuge deiner Entscheidungsfindung sehnst. Die gewaltfreie Kommunikation geht auf Marshall Rosenberg zurück, der mit seinem psychologischen Hintergrund als Mediator in internationalen Kriegs- und Krisenregionen tätig war. Seine Haltung und vor allem die Wirkung, die seine Arbeit bis heute hat, finde ich wahnsinnig inspirierend und – ja – bereichernd für das Leben. Meins und deins und von allen, die sich auf diese Art der Kommunikation (auch mit sich selbst) einlassen wollen. Informationen über Einführungsseminare und Übungsgruppen findest du hier und hier.

Bei allen Ansätzen kommt es letztlich nur auf eins an: das TUN!

Wenn du Hilfe und Unterstützung brauchst, melde dich gern bei mir.

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